NSU Srühereien in Zwickau aufgetaucht

von "Antifa RGB" am 13.12.2011

Mit­tei­lung der An­ti­fa­schis­ti­schen Ak­ti­on Zwi­ckau vom 11.12.2011

In der Nacht vom 09. zum 10.12. sind im Zwi­ckau­er Stadt­teil Ma­ri­en­thal Na­zi­sprü­he­rei­en auf­ge­taucht. Neben Ha­ken­kreu­zen auch Schrift­zü­ge auf wel­chen „NSU für immer“ zu lesen ist. Diese Tat wi­der­spricht der Ober­bür­ger­meis­te­rin Pia Find­eiß er­neut, wel­che kürz­lich im Säch­si­schen Fern­se­hen be­teu­er­te, dass es in Zwi­ckau keine Na­zi­sprü­he­rei­en geben würde.

„Diese Tat zeugt er­neut davon, dass der Weg der Ver­drän­gung wel­cher in Zwi­ckau ge­wählt wird nicht der rich­ti­ge ist“, sagt An­ne­grit Leitzsch, Spre­che­rin der An­ti­fa­schis­ti­schen Ak­ti­on Zwi­ckau. „Zwi­ckau ist nun doch nicht um­sonst als Ver­steck für das Na­zi­trio aus­ge­sucht wor­den. Nicht nur die min­der­jäh­ri­gen Täter die­ser Sprü­he­rei­en spie­geln er­neut das Wohl­fühl­kli­ma wie­der in wel­chem sich Nazis in Zwi­ckau be­we­gen kön­nen“,führt sie wei­ter aus.

Die An­ti­fa­schis­ti­sche Ak­ti­on Zwi­ckau emp­fin­det diese Sprü­he­rei­en als ab­scheu­li­che Ver­un­glimp­fung und Re­la­ti­vie­rung der Taten, in dem man der sog. „NSU“ einen He­ro­en­sta­tus in der Na­zi­sze­ne zu­schreibt.

„Ein sol­ches Den­ken und die Ak­zep­tanz von Mor­den, zeigt dass die Stadt Zwi­ckau in den letz­ten Jah­ren nicht genug gegen rech­tes und dis­kri­mi­nie­ren­des Ge­dan­ken­gut vor­ge­gan­gen ist“, sagt An­ne­grit Leitzsch. Umso un­ver­ständ­li­cher ist dabei, dass die Ober­bür­ger­meis­te­rin Frau Pia Find­eiß erst im April die Ge­sprä­che für ein Al­ter­na­ti­ves Ju­gend­zen­trum mit dem Roten Baum e.V. ab­ge­bro­chen hat. „Dabei wäre die Schaf­fung al­ter­na­ti­ver Frei­räu­me auch schon in der da­ma­li­gen Si­tua­ti­on Zwi­ck­aus der rich­ti­ge Um­gang ge­we­sen“, führt sie wei­ter­hin aus.